Donnerstag, 29. März 2012
Donnerstag, 1. März 2012
Das Mädchen mit dem Perlenohrring
Rezension des Buches
Der Roman "Das Mädchen mit dem Perlenohrring" von Tracy Chevalier aus dem Jahre 1999 erzählt von dem hübschen Mädchen Griet, das nach der Erblindung ihres Vaters als Dienstmagd in der vermeintlich wohlhabenden Familie des Malers Vermeer arbeiten soll. Die Geschichte beruht auf dem realen Gemälde "Das Mädchen mit dem Perlenohrgehänge" desselben Künstlers. Die Identität der dort abgebildeten jungen Frau ist ungeklärt, weshalb Tracy Chevalier sie neu erschuf - obwohl viele der Charaktere tatsächlich existierten, ist die Handlung frei erfunden.
Griet soll in dem Atelier des Malers putzen - dieses zu betreten ist jedoch schon ein Privileg, der sonst beinahe niemandem des Hauses zuteil wird und Griet wird schon bald von allen weiblichen Personen der Familie stark beobachtet. Sie hegt eine naive Schwärmerei für ihren Hausherren und obwohl sie keinerlei Aufsehen erregen mochte, freut sie sich, als Jan Vermeer sie anweist, nicht nur zu putzen, sondern auch seine Farben zu mischen und Probe als Modell zu sitzen, falls nötig. Griet fühlt sich zwischen ihren Aufgaben im Haus und den Bitten ihres Herren hin- und hergerissen, doch schon bald siegt das Interesse über die Kunst und die ihr unbekannte Welt der Farben. Früh muss Griet jedoch feststellen, dass nicht nur Jan Vermeer, sondern auch dessen Gönner Van Ruijven und der junge Schlächter Pieter Interesse an ihr zeigen. Doch die Frage, welches Interesse aufrichtig und welches nur so lange besteht, wie es einen Nutzen hat, bleibt lange im Raum stehen.
Der liebevolle und als gut recherchiert geltende Roman "Das Mädchen mit dem Perlenohrring" stellte für mich eine wirkliche Freude beim Lesen dar. Ganz barockuntypisch sind die Gemälde Jan Vermeers als einfach und wenig prunkvoll beschrieben, sowie die Umstände, unter denen Griet lebt. Die Emotionen, die das junge Mädchen hegt, sind realistisch, für das Alter sehr nachvollziehbar und mit dem Ansteigen der Handlung gut aufgebaut. Man möchte Griet förmlich raten, die Zuneigung zu ihrem Herrn aufzugeben und sich den Menschen zuzuwenden, die das Beste für sie wollen. Die gesamte Kulisse fesselt einen trotz komprimierter 278 Seiten und man wünscht sich, mehr über den Künstler Vermeer, dessen Bilder und Leben zu erfahren. Durch den einfachen Stil Chevaliers lässt sich der Roman sehr gut zwischendurch lesen, man kann ihn aus der Hand legen und später direkt wieder in die Handlung eintauchen. Leider ist das ganze Buch wirklich sehr simpel gestaltet und an der ein oder anderen Stelle hegt man den Wunsch, dass tiefer in der Handlung gegriffen wird, als es tatsächlich der Fall ist. Manche Personen werden nur angerissen und sind flacher, als sie sein könnten; Die Hauptpersonen jedoch werden in angemessenem Licht beleuchtet und nachvollziehbar gestaltet. Auch zeittypische Phänomene werden mit einbezogen, wie beispielsweise ein spätes Auftauchen von Pest und der indirekte Kampf zwischen Katholizismus und Evangelismus. So wirkt die gesamte Handlung geschickt in die Zeit eingebaut und somit greifbar.
"Das Mädchen mit dem Perlenohrring" ist verträumt und sprachlich weniger anspruchsvoll als inhaltlich, was der Schönheit der Geschichte jedoch kaum einen Abbruch tut. Für Kunstinteressierte, Vielleser und Historienbegeisterte ist Tracy Chevaliers Roman also ein 'Muss'.
Der liebevolle und als gut recherchiert geltende Roman "Das Mädchen mit dem Perlenohrring" stellte für mich eine wirkliche Freude beim Lesen dar. Ganz barockuntypisch sind die Gemälde Jan Vermeers als einfach und wenig prunkvoll beschrieben, sowie die Umstände, unter denen Griet lebt. Die Emotionen, die das junge Mädchen hegt, sind realistisch, für das Alter sehr nachvollziehbar und mit dem Ansteigen der Handlung gut aufgebaut. Man möchte Griet förmlich raten, die Zuneigung zu ihrem Herrn aufzugeben und sich den Menschen zuzuwenden, die das Beste für sie wollen. Die gesamte Kulisse fesselt einen trotz komprimierter 278 Seiten und man wünscht sich, mehr über den Künstler Vermeer, dessen Bilder und Leben zu erfahren. Durch den einfachen Stil Chevaliers lässt sich der Roman sehr gut zwischendurch lesen, man kann ihn aus der Hand legen und später direkt wieder in die Handlung eintauchen. Leider ist das ganze Buch wirklich sehr simpel gestaltet und an der ein oder anderen Stelle hegt man den Wunsch, dass tiefer in der Handlung gegriffen wird, als es tatsächlich der Fall ist. Manche Personen werden nur angerissen und sind flacher, als sie sein könnten; Die Hauptpersonen jedoch werden in angemessenem Licht beleuchtet und nachvollziehbar gestaltet. Auch zeittypische Phänomene werden mit einbezogen, wie beispielsweise ein spätes Auftauchen von Pest und der indirekte Kampf zwischen Katholizismus und Evangelismus. So wirkt die gesamte Handlung geschickt in die Zeit eingebaut und somit greifbar.
"Das Mädchen mit dem Perlenohrring" ist verträumt und sprachlich weniger anspruchsvoll als inhaltlich, was der Schönheit der Geschichte jedoch kaum einen Abbruch tut. Für Kunstinteressierte, Vielleser und Historienbegeisterte ist Tracy Chevaliers Roman also ein 'Muss'.
Samstag, 18. Februar 2012
She lives with a broken man...
(Radiohead - fake plastic trees)
Mittlerweile verschwinden auch die letzten roten Schokoladenherzen aus den Geschäften und die Preise der Rosen fallen wieder auf Normalniveau. Vier Tage nach dem berühmt berüchtigten Valentinstag wird die Aufmerksamkeit der Kunden wieder auf normalreduzierte Ware gelenkt.
Nun kann man Blumen und Pralinen eine nette Aufmerksamkeit des Liebsten nennen - doch dem Valentinstag an sich sollte man auch kritisch begegnen. Nicht umsonst wird er von der Presse als eine 'Erfindung der amerikanischen Konsumgesellschaft' bezeichnet. Denn mehr ist die ganze Sache doch gar nicht: Die Preise für süße Aufmerksamkeiten und niedliche Leckereien schnellen schon Wochen vor besagtem Tag in die Höhe, nur damit frisch verliebte Pärchen einen Tag haben, um sich zu feiern und sich mit noch mehr Liebe zu begegnen. Nun gibt es die einen Stimmen, die sagen, dass der Valentinstag eine wirklich rührende Erfindung für die Liebe ist. Doch die Stimmen der anderen Seite echauffieren sich darüber, dass wahre Liebe jeden Tag gewürdigt werden sollte - und nicht nur dann, wann die Gesellschaft es vorschreibt.
Was ist also die 'richtige' Einstellung dem Tag der Liebenden gegenüber?
Wie wäre es denn -ausnahmsweise- mal mit dem Mittelweg? Liebe sollte jeden Tag zelebriert werden. Doch wenn es schon einen extra Tag für Paare gibt - wieso sollte man den Spaß denn nicht einmal mitmachen und der Welt präsentieren, wie glücklich man ist?
Wie wäre es denn -ausnahmsweise- mal mit dem Mittelweg? Liebe sollte jeden Tag zelebriert werden. Doch wenn es schon einen extra Tag für Paare gibt - wieso sollte man den Spaß denn nicht einmal mitmachen und der Welt präsentieren, wie glücklich man ist?
Also, viel Spaß in 362 Tagen, wenn es erneut heißt: Kauft euren Liebsten Süßes, ladet sie ins Restaurant ein oder bastelt ihnen ein herzförmiges Fotoalbum!
Mittwoch, 8. Februar 2012
we'll cry about this as we live and learn...
(Placebo - broken promise)
Richtig. Eine Führung durch den Bundestag. Die Politiker hier diskutieren übrigens darüber, ob sie in ihrem Gebäude, dem Paul-Löbe-Haus, Grünpflanzen aufstellen dürfen, oder nicht.
Ist doch klar. Worüber sollten sie auch sonst sprechen?
Ist doch klar. Worüber sollten sie auch sonst sprechen?
Freitag, 29. Juli 2011
You can fight the sleep - but not the dream
(Always take the weather with you - crowded house)
Dieses Lied erinnert mich einfach daran, in einem alten Auto durch die Gegend zu fahren und die Zeit zu vergessen. 'Zeit' ist übrigens ein gutes Stichwort, denn ich habe die letzten zehn Tage außerhalb von Berlin verbracht. Hier ein paar Eindrücke meiner Reise in den Oderbruch, der zwar ganz in meiner Nähe liegt, aber dennoch eine Reise wert ist:
Samstag, 4. Juni 2011
Impressions.
Bei einem solchen Wetter, rund 30° die ganze Zeit lang, könnte man meinen, dass ich meinen Tag im Freibad, oder zumindest in einer Eisdiele verbracht habe.
Falsch.
Um 11 Uhr morgens ging es los: Eine Tour durch das Zentrum Berlins. Thema: Lobbyismus und wo man ihn in der Stadt finden kann. Wir wurden von einem Mitarbeiter der "LobbyControl" durch die Straßen geführt und er erzählte uns etwas zu den verschiedenen Lobbys.
Aber was ist überhaupt Lobbyismus?
Einfach ausgedrückt kann man sagen: Lobbyismus ist der Versuch der Einflussnahme auf Entscheidungsträger durch Dritte. Oder anders ausgedrückt: Lobbys sind Interessensgemeinschaften, die durch Kontakte mit u.a Politikern versuchen, diese in ihren Entscheidungen zu beeinflussen.
Gibt es daran etwas verwerfliches?
Natürlich, denn hinter Lobbys stecken reiche, private Unternehmen. Durch das Geld, das sie besitzen, können sie sich Einfluss verschaffen. Ein Beispiel, welches mich persönlich sehr erstaunt hat, ist das der INSM. Die INSM ist die 'Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft'. Diese Lobby hat unter anderem damit auf sich aufmerksam gemacht, dass sie Schulen Lehrmaterialien zur Verfügung gestellt hat. Der springende Punkt: In den sorgfältig ausgearbeiteten Schulbüchern und Lehrplänen wird nur eine Seite der Medaille beleuchtet. Beispielsweise wird dort erläutert, dass ein Mindestlohn schlecht sei, da er die Deutsche Wirtschaft zerstören würde... (Muss man das noch weiter ausführen? So etwas wird Schülern vermittelt.)
Ein anderes Beispiel ist der Energiekonzern RWE: Hier wurde Politikern kostenloser Strom zur Verfügung gestellt ...
Das sind Skandale, über die jeder etwas wissen sollte.
Das sind Skandale, über die jeder etwas wissen sollte.
Auf der Führung heute haben wir noch viele weitere solcher Beispiele erzählt bekommen, die noch aberwitziger sind als diese hier, doch das sollte erst einmal genügen, denn es ist immer gut, sich auch selbst zu informieren..
Lobbyismus ist ein wichtiges Thema in Deutschland, da es hier nur ein freiwillig geführtes Verzeichnis über existierende Lobbys gibt. "LobbyControl" setzt sich dafür ein, dass das ganze Thema um vieles transparenter wird. Es lohnt sich also, einmal bei Lobbypedia.de vorbeizuschauen, wenn man Interesse anaktueller Politik in Deutschland hat.
Sonntag, 29. Mai 2011
Come on fallen star - I refuse to let you die.
(Placebo - centrefolds)
Ist nicht schön und auch schon älter.
Aber ich wurde gebeten.
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